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Um 1:00h morgens, also zu einer Zeit da in Chamonix das Nachtleben wahrscheinlich erst so richtig in Schwung kommt riß mich das Piepsen zahlloser "High-Tech-Uhren" mit integrierten Weckern, Pulsmessern, Luftdruckmessern, Luftfeuchtigkeitsmessern, Wassertiefemessern bis 10.000 Meter Tiefe und anderen unverzichtbaren Dingen aus dem Schlaf.

"Bosses"- Grat

Minuten später ging es in der Hütte zu wie in einem Bienenstock, wobei mich überraschte mit welcher Geschwindigkeit sich so mancher adjustiert hatte.
Die müssen doch mit Brust- und Sitzgurt geschlafen haben!
Das Frühstück sieht aus wie Astronautennahrung und schmeckt auch so, wird daher praktisch im Vorübergehen verdrückt.


Schnell noch auf die Toilette, denn die ersten stürmen bereits aus der Hütte auf den Gletscher hinaus. 
Dieses Vorhaben wurde dann von mir jedoch gestrichen, denn vor den hand.gif (875 Byte)"sanitären Anlagen" warteten an die 20 schlaftrunkene, stirnlampenbewaffnete "Möchtegern - Reinhold Messner's" auf die Verrichtung der Notdurft .

Mont Blanc

Also wird der Rucksack geschultert, der mir doppelt so schwer als sonst erscheint und ich stellte mich in Reih und Glied mit andere "Wahnsinnige", die um 2:00h morgens  nichts besseres zu tun haben als bei stockdunkler Nacht ohne Beleuchtung über einen steilen Klettersteig auf den Gletscher hinunter zu stolpern um dann innerhalb von bis zu 8 Stunden 1800 Höhenmeter hinter sich zu bringen . 

Was zum Teufel mache ich eigentlich hier?

Trotz der "unchristlichen" Zeit funktionierte dieses Unterfangen ohne weitere Zwischenfälle, denn freundlicherweise sind wenigstens ein paar Seile gespannt.

Mont Blanc im Nebel

 Hubert hatte seine Lampe bereits einige Jahre auf unzähligen Hütten der Alpen in Betrieb und gewissenhaft wie er ist überprüfte er sie zu Hause auch noch. Doch als er mit mir in bereits oben erwähntem Reih und Glied steht: Stromausfall!

Damit waren nur noch drei unserer Seilschaft "beleuchtet". Aber der liebe Herrgott hatte ein Einsehen mit uns und ließ den noch nicht ganz vollen Mond scheinen, der uns die ersten zwei Stunden unseres Aufstieges leuchten sollte.

Kurze Rast


J
etzt erst, nachdem die frischen Temperaturen die letzte Müdigkeit vertrieben hatten begann ich die Umgebung richtig zu registrieren und sah was für herrlicher Tag uns in ein paar Stunden erwarten sollte, denn der Himmel war sternenklar, im Mondlicht konnte man bereits die Silhouette des hand.gif (875 Byte)Mont Blanc erkennen, wenige Höhenmeter über uns krochen bereits 
hand.gif (875 Byte) Lichterketten den ersten Anstieg empor und einige tausend Meter steil unter uns blickten wir auf das hell erleuchtete Chamonix, das aus dieser Höhe winzig erschien.

Ein erhebender Anblick.

Ich hatte mir dieses Bergmassiv ganz anders vorgestellt, mit weiten Gletscherebenen und relativ sanften Anstiegen, doch in Wirklichkeit ging's von Anfang an ,wie Werner so etwas beschreibt, "schneidig" bergauf.
Eigentlich kann man den ganzen Aufstieg hindurch tief ins Tal hinunter blicken.

Knapp unterhalb vom Gipfel


R
elativ schnell gewöhnte ich mich an die Dunkelheit und langsam ging es, von Gerhard geführt, über eine spaltenreiche Zone Richtung hand.gif (875 Byte)"Petit Plateau" dann zum - nona - hand.gif (875 Byte)"Grand Plateau" und schließlich auf den hand.gif (875 Byte)"Col du Dome" auf 4237m.

In der Zwischenzeit erlebten wir einen wunderschönen
hand.gif (875 Byte)Sonnenaufgang bei herrlichstem Wetter, welcher die Strapazen wieder etwas vergessen ließ, denn längst waren wir in eine Höhe vorgestoßen, die man in den hand.gif (875 Byte)Ostalpen nicht erreichen kann und das Atmen viel mir auch bereits einigermaßen schwerer als ich das von den hand.gif (875 Byte)alltäglichen Touren gewöhnt war.

Nach weiteren 125 Höhenmetern (......in dieser Höhe beginnt man auf Meter genau zu rechnen) erreichten wir die höchstgelegene Schutzhütte der Alpen, das hand.gif (875 Byte)"Refuge Vallot" auf 4362 m.
Als wir dort ankamen befiel mich ein mulmiges Gefühl da ich mich daran erinnerte, das hier bereits viele Alpinisten nach einem Wettersturz eingeschlossen zu Tode kamen.

Refuge Vallot

Man konnte es sich an so einem strahlenden Tag zwar nicht vorstellen, aber man sollte bedenken, das allein in der Mont Blanc Gruppe an die 50 Bergsteiger jährlich ihr Leben lassen.

Oberhalb der hand.gif (875 Byte)"Vallot" errichteten wir schließlich unser hand.gif (875 Byte)Skidepot.



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