Der Abstieg zum Skidepot verlief trotz regem
"Gegenverkehr" gut und nach einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns fertig
für die Abfahrt.
Jetzt bekomme ich erstmals die Höhenlage zu spüren und der Gedanke 2500 Höhenmeter
abfahren zu müssen gefiel mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht.
Doch wie ihr nebenstehenden Photos entnehmen
könnt erwischten wir in den ersten zwei Dritteln der Strecke phantastische Schneeverhältnisse,
was dieses Unterfangen doch um einiges erleichterte.
Trotzdem fuhr einem nach wenigen Schwüngen immer wieder der "Beelzebub" in die
Oberschenkel.
Je mehr wir allerdings an Höhenmetern verloren, um so besser ging es mir und so wurde
auch dieser Teil unserer "Expedition" noch zu einem schönen Erlebnis.
Wir fuhren über die Aufstiegsroute ab und bekamen
jetzt, da es hell war einen Eindruck von den gigantischen Ausmaßen dieses Gletschers,
dessen Brüche
und Spalten ein Vielfaches der Größe haben als wir dies aus unseren Regionen kennen.
Ich nehme an, das man sich deshalb hier auch beim Abschätzen der Entfernungen so irrt, so
hatte ich zum Beispiel den Eindruck der Gipfel des Mont Blanc konnte von der
"Grands Mulets" maximal drei Stunden entfernt sein .....denkste!
Nach der Querung des "Glaciere du Bosses" lag
noch ein Aufstieg von etwa 100 Höhenmetern vor uns und das sind die Dinge die ich nach so
einer Marathon - Tour ganz besonders heiß liebe.
Schließlich waren noch einige Lawinenkegel zu queren doch die Mittelstation der "Téléphérique
de l'Aiguille du Midi" war bereits in Sichtweite und das erste Bier, welches mit
einem herzhaften "Zisch" "verdampfen" würde, war förmlich schon zu
riechen.
Als wir schließlich in die Zivilisation
zurückgekehrt waren und in der Gondel auf wohlduftende "Halbschuh - Touristen"
trafen wurde einem wieder bewußt, das die eigene Körperpflege in den letzten Tagen ein
wenig gelitten hatte.
In der Talstation
angekommen wird die Ausrüstung notdürftig verstaut und wir konnten uns an die letzte Etappe
unserer Tour machen.